Die weltweit erste Hypertoniebehandlung ist ein Erfolg

Die weltweit erste Hypertoniebehandlung ist ein Erfolg

Daniela, die weltweit erste BONEBRIDGE Patientin (Kann 2019).

Anonim

Forscher an der Universität von Western Australia haben einen Schritt vorwärts im Kampf gegen Bluthochdruck gemacht, nachdem die ersten menschlichen Versuche einer bahnbrechenden Behandlung zu erfolgreichen Ergebnissen führten.

Professor Markus Schlaich hat den Dobney Chair in Clinical Research inne und war Teil einer weltweiten Initiative zur wirksamen Behandlung von resistenter Hypertonie im Royal Perth Hospital.

Das innovative Verfahren zielt auf die winzigen Organe der Halsschlagader, die das Herz-Kreislauf- und Atmungssystem regulieren.

Das Verfahren führt einen Katheter durch die Oberschenkelvene in der Leiste bis zum Hals und endet neben dem Glomus caroticum. Die Vorrichtung zielt dann spezifisch auf das Organ mit kurzen Ultraschallenergieimpulsen ab und macht es unwirksam.

Professor Schlaich sagte, die Exposition eines Glomus caroticum durch Ultraschall könne den Blutdruck bei Patienten, die auf Medikamente oder Veränderungen des Lebensstils nicht reagierten, dauerhaft senken.

"Wir wissen, dass Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck oft überaktive Karotiskörper haben, also wollen wir sie zum Schweigen bringen oder zumindest ihre Aktivität reduzieren", erklärt Professor Schlaich.

"Der therapeutische Ultraschall kann Wellen von Energie aussenden, die durch Gewebe wandern und das interessierende Organ anvisieren."

Kardiovaskuläre Erkrankungen sind eine enorme Belastung für Gesundheit und Gesellschaft. Mehr als 30 Prozent der Australier sind weltweit von Bluthochdruck und mehr als 8, 5 Millionen Todesfällen pro Jahr betroffen, was direkt auf unkontrollierten Blutdruck zurückzuführen ist.

Die 78-jährige Patientin Agnes Johnson litt seit 30 Jahren unter Bluthochdruck und war die erste Person in Australien, die sich dem Verfahren 2016 unterzogen hat.

Nach der Behandlung sagte Frau Johnson, dass ihr Blutdruck von 220 über 90 auf ein handlicheres über 80 mmHg gefallen sei.

"Die Medikamente, die ich ausprobiert habe, haben mich immer wieder krank gemacht, so dass dies getan wurde, war ein großer Vorteil für mich. Das Verfahren war in Ordnung, ich hatte keine Nebenwirkungen und jetzt geht es mir viel besser", sagte sie.

Professor Schlaich sagte, der weltweit erste katheterbasierte Ansatz sei bei 29 Patienten in Australien und Europa durchgeführt worden, und er hofft, dass das Verfahren in drei bis vier Jahren weltweit verfügbar sein wird.

"Es gibt eindeutige Beweise dafür, dass wenn Sie es schaffen, den Blutdruck zu senken, Sie das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall dramatisch reduzieren können", sagte er.

"Dieser Ansatz wird nicht für alle mit Bluthochdruck verwendet werden, aber es könnte ein großartiger Ansatz für diejenigen Patienten sein, deren Blutdruck nicht durch Medikamente oder Veränderungen des Lebensstils kontrolliert werden kann."