Vagusnervstimulation kann zu Herzkomplikationen führen

Anonim

Die Stimulation des Vagusnervs als Teil des intraoperativen Neuromonitorings (IONM) während einer Schilddrüsenoperation kann zu schwerwiegenden Herzkomplikationen führen, so ein Fallbericht, der am 1. Februar in Head & Neck veröffentlicht wurde.

Martin Almquist, Ph.D., aus dem Skåne University Hospital in Lund, Schweden, und Kollegen beschreiben zwei Fälle von schweren kardialen Komplikationen bei Patienten, die sich einer IONM des N. laryngeus recurrens unterziehen.

Die erste Patientin war eine 81-jährige Frau mit Typ-2-Diabetes und Hypertonie, die aufgrund eines primären Hyperparathyreoidismus zur Nebenschilddrüsenoperation zugelassen wurde. Nach vagaler Stimulation mit 1 mA trat eine tiefe Bradykardie auf, die innerhalb weniger Sekunden zum Herzstillstand führte. Der Sinusrhythmus erholte sich nach kardiopulmonaler Reanimation mit externer Herzmassage und Verabreichung von Atropin und Ephedrin. Der zweite Patient war ein 76-jähriger Mann, der sich einer Schilddrüsenoperation unterzog, um eine große Läsion im Nacken zu entfernen. Nach Stimulation des Vagusnervs während der Dissektion erlebte der Patient eine Asystolie. Er reagierte auf intravenöse Ephedrin und Herzmassage.

"Diese beiden Fälle zeigen, dass die Stimulation des Vagusnervs während der IONM zu tiefgreifenden kardialen Ereignissen führen kann", schreiben die Autoren. "Diese potenziellen Komplikationen sollten bei der Verwendung von IONM berücksichtigt werden."