Ältere Biker sind dreimal so schwer verletzt wie jüngere Kollegen

Anonim

Ältere Motorradfahrer sind bei einem Sturz bis zu dreimal so schwer verletzt wie jüngere Motorrad-Enthusiasten. Das zeigt US-Forschung online in Injury Prevention.

Die Befunde geben Anlass zur Sorge, da die zunehmende Beliebtheit von Motorradfahrern bei älteren Erwachsenen und ihre zunehmende Tendenz, in einen Unfall verwickelt zu sein, die Autoren warnen.

In den USA hat sich der Anteil der Biker über 50 Jahre von etwas mehr als dem Doppelten von 1 zu 10 im Jahr 1990 auf 1 zu 4 im Jahr 2003 mehr als verdoppelt, während sich das Durchschnittsalter der Motorradfahrer stetig erhöht hat Verletzungsraten unter den über 65-Jährigen stiegen zwischen 2000 und 2006 um 145%.

Die Autoren untersuchten daher Berichte über schwere Motorradkollisionen, die einen Besuch in der Notfallaufnahme erforderten, die zwischen 2001 und 2008 in das US-amerikanische nationale Programm zur Überwachung von Verletzungen von Verletzun- gen durch elektronische Verletzungen (NEISS-AIP) aufgenommen wurden.

In dieser Zeit mussten rund 1, 5 Millionen Motorradunfälle mit Erwachsenen ab 20 Jahren in den Notfallabteilungen der USA behandelt werden. Männer machten die Mehrheit (85%) dieser Vorfälle aus.

Trends in Bezug auf Art und Häufigkeit der Verletzungen wurden nach Altersgruppen analysiert: 20 bis 39 (921.229 Fälle); 40 bis 59 (466, 125); 60+ (65.660), um zu sehen, ob es erkennbare Unterschiede gibt.

Die Verletzungsraten für alle drei Altersgruppen stiegen zwischen 2001 und 2008, wobei die größte Zunahme unter den über 60-Jährigen zu verzeichnen war, unter denen Fahrrad-Verletzungen um 247% zunahmen.

Biker in dieser Altersgruppe wurden auch dreimal so oft nach einem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert wie in ihren 20ern und 30ern.

Auch die Biker im mittleren Alter kamen nicht so gut zurecht. Sie waren fast doppelt so wahrscheinlich, die Aufnahme ins Krankenhaus zu verlangen.

Sowohl ältere als auch mittelalte Biker waren signifikant häufiger ernsthaft verletzt als junge Biker, wobei ältere Biker 2, 5 mal so schwere Verletzungen erleiden und Biker mittleren Alters 66% häufiger.

Der Schweregrad der Verletzungen war mit höheren Hospitalisierungsraten verbunden, wobei ältere Erwachsene am ehesten für schwere und weniger schwere Verletzungen zugelassen wurden.

Frakturen und Dislokationen waren die häufigste Art von Verletzungen in allen Altersgruppen. Aber ältere und mittelalte Biker waren signifikant häufiger in der Lage, diese Art von Verletzungen zu erleiden als jüngere Biker, insbesondere im Brust- und Brustkorbbereich.

Sie waren auch signifikant häufiger Organschäden erlitten, mit dem Gehirn die häufigste Stelle. Dies ist besorgniserregend, da Kopf- und Brustverletzungen mit der niedrigsten Überlebensrate unter Motorradfahrern in Verbindung stehen, so die Autoren.

"Die größere Schwere der Verletzungen bei älteren Erwachsenen kann auf die physiologischen Veränderungen zurückzuführen sein, die auftreten, wenn der Körper altert", schreiben die Autoren, auf schwindende Knochenstärke, Veränderungen in der Körperfettverteilung und abnehmende Elastizität in der Brustwand. Zugrunde liegende Krankheiten können auch das Risiko von Komplikationen erhöhen, schlagen sie vor.

Die Autoren weisen darauf hin, dass ihre Daten zwar nicht auf die Art von Fahrrad bei einem Unfall hinwiesen, andere Untersuchungen jedoch zeigen, dass ältere Erwachsene eher Fahrräder mit großen Motoren als jüngere Erwachsene kaufen, und die Beweise deuten darauf hin, dass diese Motoren mit einem Unfall verbunden sind Schwere.