Neue Studie widerlegt die Behauptung, dass Antidepressiva nicht funktionieren

Neue Studie widerlegt die Behauptung, dass Antidepressiva nicht funktionieren

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Anonim

Eine Theorie, die in internationalen Medien, einschließlich Newsweek und der CBS-Sendung 60 Minuten, beträchtliche Aufmerksamkeit erregt hat, legt nahe, dass Antidepressiva wie die SSRIs keine tatsächliche antidepressive Wirkung ausüben. Eine Forschungsgruppe an der Sahlgrenska Academy hat nun Daten aus klinischen Studien analysiert und kann diese Theorie widerlegen.

Gemäß der angegriffenen Hypothese kann die Tatsache, dass sich viele Menschen, die Antidepressiva einnehmen, als verbessert betrachten, auf einen Placebo-Effekt zurückgeführt werden, dh dass jemand, der sich durch eine Medikation erholt, sich oft auch verbessert fühlt, auch wenn die Medizin keine Wirkung hat.

Wenn jedoch SSRIs tatsächlich nur durch einen Placebo-Effekt gehandelt wurden, sollten diese Arzneimittel in klinischen Studien, in denen Patienten mit einem SSRI oder mit ineffektiven Placebopillen behandelt wurden und bei denen weder der Arzt noch der Patient weiß, kein wirkliches Placebo übertreffen welche Behandlung der Patient bis zum Ende der Studie erhalten hat.

Um zu erklären, warum Antidepressiva in solchen Studien dennoch häufig eine größere Linderung der Symptome als Placebo verursachen, wurde vorgeschlagen, dass SSRI-induzierte Nebenwirkungen den Patienten verstehen lassen, dass er oder sie kein Placebo erhalten hat, was seine Überzeugung verstärkt eine wirksame Behandlung gegeben.

Die positive Wirkung von SSRIs, die in vielen Studien nachgewiesen wurde, sollte daher laut dieser Theorie nicht darauf zurückzuführen sein, dass diese Medikamente eine spezifische biochemische antidepressive Wirkung im Gehirn ausüben, sondern dass die Nebenwirkungen der Medikamente eine psychologische verstärken Placebo-Effekt.

Diese Theorie wurde weit verbreitet, obwohl es nie eine solide wissenschaftliche Unterstützung dafür gab. Daher wurde bisher noch nie untersucht, ob Personen in klinischen Studien, die Nebenwirkungen von Antidepressiva erfahren und aus diesem Grund vermutet haben, dass sie kein Placebo erhalten haben, auch günstiger auf die Behandlung reagieren als solche ohne Nebenwirkungen.

Um die "Placebo breaking the blind" -Theorie zu untersuchen, hat eine Forschungsgruppe an der Sahlgrenska-Akademie in Göteborg, Schweden, nun Daten aus klinischen Studien analysiert, die einmal durchgeführt wurden, um die antidepressive Wirksamkeit von zwei der am häufigsten verwendeten SSRIs zu ermitteln, Paroxetin und Citalopram.

Die Analyse, die insgesamt 3 344 Patienten umfasste, zeigt, dass die beiden untersuchten Medikamente im Hinblick auf die antidepressive Wirksamkeit auch bei Patienten, die keine Nebenwirkungen erfahren haben, Placebo deutlich überlegen sind. Die Theorie, dass Antidepressiva Placebo nur durch Nebenwirkungen übertreffen, die dem Patienten bewusst machen, dass sie kein Placebo erhalten haben, und die Erwartung einer Besserung erhöhen, kann daher zurückgewiesen werden.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass diese Studie sowie andere aktuelle Berichte derselben Gruppe die Annahme, dass SSRIs eine spezifische antidepressive Wirkung ausüben, stark unterstützen. Sie legen nahe, dass die häufige Befragung dieser Medikamente in den Medien ungerechtfertigt ist und depressive Patienten davon abhalten können, eine wirksame Behandlung zu erhalten.