Männliche Hormone können Infektionen durch Viren fördern, die das Kaposi-Sarkom verursachen

Männliche Hormone können Infektionen durch Viren fördern, die das Kaposi-Sarkom verursachen

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Anonim

Männliche Hormone können die Infektion mit einem Virus erleichtern, der eine Art von Krebs verursachen kann, der als Kaposi-Sarkom bekannt ist. Dieser Befund, der von Ke Lans Gruppe des State Key Laboratory of Virology an der Universität Wuhan in China in PLOS Pathogens veröffentlicht wurde, könnte erklären, warum Männer ein erhöhtes Risiko haben, Kaposi-Sarkom zu entwickeln.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Männer anfälliger für Infektionen mit Kaposi-Sarkom-assoziiertem Herpesvirus (KSHV) sind, und mehr DNA von diesem Virus wird bei infizierten Männern als bei infizierten Frauen nachgewiesen. Dies deutet darauf hin, dass männliche Hormone die KSHV-Infektion beeinflussen können, aber ihre genaue Rolle ist mysteriös geblieben.

Um zu untersuchen, wie männliche Hormone die KSHV-Infektion beeinflussen können, führten die Autoren der neuen Studie eine Vielzahl von Experimenten mit humanen Zellkulturen durch. Diese Experimente konzentrierten sich auf den Androgenrezeptor, ein Protein, das in der äußeren Membran einiger Zellen gefunden wird. Sowohl Männer als auch Frauen haben Androgen-Rezeptoren, aber sie werden durch Hormone (wie Testosteron) aktiviert, die in viel höheren Mengen bei Männern produziert werden.

Die Forscher verwendeten eine Technik, die als RNA-Interferenz bekannt ist, um die Androgenrezeptor-Aktivität in den kultivierten Zellen zu inhibieren und dann die Zellen KSHV auszusetzen. Sie fanden heraus, dass AR-Hemmung zu viel niedrigeren Mengen an KSHV-genetischem Material führte, das in den Zellen als in Kontrollzellen nachgewiesen wurde. Zellen, die mit 5 & agr; -Dihydrotestosteron (DHT), einem Hormon, das den Androgenrezeptor aktiviert, behandelt wurden, hatten erhöhte Spiegel von KSHV. Dies legt nahe, dass sowohl der Androgenrezeptor als auch DHT eine KSHV-Infektion fördern.

Weitere Experimente zeigten die molekularen Details dieses Effekts. Die Forscher fanden heraus, dass der Androgen-Rezeptor einen molekularen Signalweg auslöst, der einen anderen Rezeptor, den so genannten Ephrin-Rezeptor A2, stimuliert, um KSHV in die Zelle eintreten zu lassen - der erste Schritt der Infektion.

Mit weiteren Untersuchungen könnten diese Erkenntnisse dazu beitragen, Medikamente zu entwickeln, die eine KSHV-Infektion verhindern und das Risiko eines Kaposi-Sarkoms verringern können. Da der Ephrin-Rezeptor A2 auch an anderen viralen Infektionen wie Hepatitis C beteiligt ist, könnten die Befunde auch für andere Erkrankungen relevant sein.

"Männliche Hormone", erklären die Autoren weiter, "erleichtern Kaposis Sarkom-assoziierten Herpesvirus-Infektion durch Aktivierung des viralen Rezeptors EphA2."