Latinos mit Behinderungen verlassen sich auf kulturelle Bindungen, um Drogenmissbrauch zu vermeiden

Anonim

Menschen mit körperlichen Behinderungen wenden sich häufig Alkohol und Drogen zu, um mit ihrem Zustand fertig zu werden, aber viele behinderte Latinos verlassen sich stark auf kulturelle Bindungen mit Familie und Freunden, um ihnen zu helfen, Substanzmissbrauch zu vermeiden, sagen Forscher der Universität von Michigan.

Im Gegensatz zu früheren Studien, die nur negative Faktoren betrachteten, deutet eine neue UM-Studie darauf hin, dass die Identifizierung als Latino und die Verbindung mit latino-kulturellen Werten intrapersonale Risiko- und Schutzfaktoren prägen könnten, sagte David Córdova, Dozent für Sozialarbeit.

"Das Verständnis der intrapersonalen Prozesse ist entscheidend für die Verbesserung der Gesundheit und psychischen Gesundheit dieser Bevölkerung", sagte Córdova, der Hauptautor der Studie.

Die Forscher verwendeten Daten von fünf gemeinnützigen Organisationen in Los Angeles, die Latinos und Menschen mit Behinderungen unterstützen, die im vergangenen Jahr über Alkohol- und Drogenkonsum berichteten. Die Befragten waren zwischen 18 und 35 Jahre alt.

Um intrapersonale Risikofaktoren zu identifizieren, beschrieben und fotografierten die Befragten ihre Erfahrungen als Latino mit einer Behinderung in Bezug auf den Substanzkonsum. In den Reflexionen der Teilnehmer kristallisierten sich vier Themen heraus: Schmerz und Traurigkeit erleben; versuchen zu entkommen und die Behinderung zu vergessen; sich anderen unterlegen fühlen; und ich wünschte, sie könnten gerettet werden.

Córdova und ihre Kollegen fanden heraus, dass sich behinderte Latinos im Allgemeinen diskriminiert oder ausgegrenzt fühlen und dass ihre Erfahrungen als Behinderte ausgeprägter werden.

Einige Teilnehmer tauschten Fotos aus, die Erfahrungen darstellten, die darauf abzielten, negative Wahrnehmungen und Lebenserfahrungen von Behinderungen zu überwinden und dadurch das Risiko von Alkohol- und Drogenkonsum zu reduzieren. Bei diesen Vorfällen mussten die Lernenden lernen, sich selbstständig anzupassen und Aufgaben zu lösen. Einige Teilnehmer wollten die Kommunikation und den Zusammenhalt in der Familie verbessern, zögerten jedoch, dies zu tun, da die offene Äußerung zu schwierigen Themen andere belasten könnte.

Córdova sagte, dass es bei Latinos mit Behinderungen keine wirksame familienbasierte Intervention für den Alkohol- und Drogenkonsum gibt. Als Folge drückten einige Befragte das Gefühl aus, von Anbietern psychosozialer Dienste missverstanden zu werden.

Die Ergebnisse erscheinen im Journal of Social Work Practice in Sucht.