Krankenhausbehandlung für Patienten, die sich in England selbst verletzen, ist "so variabel wie eh und je"

Anonim

Das Krankenhausmanagement von Patienten, die sich in England selbst geschädigt haben, hat sich in den letzten 10 Jahren trotz der Einführung klinischer Leitlinien kaum verändert, wie eine neue Studie zeigt.

Forscher der Universität von Manchester stellten fest, dass 40% der Krankenhausbesucher nach einer Überdosis oder einer anderen Selbstverletzung keine fachkundige psychosoziale Beurteilung erhielten.

Die Behandlungspatienten unterschieden sich auch nach ihrem Wohnort - was darauf hindeutet, dass eine Postleitzahl-Lotterie noch in Betrieb war.

Die Forscher untersuchten 6442 Personen, die über einen Zeitraum von drei Monaten in 32 Krankenhäusern mit 7689 Selbstbeschädigungsereignissen auftraten und untersuchten, wie Menschen behandelt und weiterverfolgt wurden. Sie maßen auch die Qualität von Selbstverletzungsdiensten mit einer 21-Punkte-Maßnahme. Das Team verglich ihre Ergebnisse mit einer früheren Umfrage aus dem Jahr 2001.

Dr. Jayne Cooper vom Zentrum für Suizidprävention der Universität, die die Studie leitete, sagte: "Krankenhäuser unterschieden sich deutlich in ihrem Management von Selbstverletzungen. Der Anteil der Episoden, die eine psychosoziale Bewertung im Einklang mit nationalen Leitlinien erhielten, schwankte in einigen Fällen von 22% Krankenhäuser zu 88% in anderen. Insgesamt stellten wir fest, dass das Beurteilungsniveau in den letzten 10 Jahren mehr oder weniger konstant geblieben war. "

Aber die Studie zeigte einige Beweise, dass die Qualität der Gesundheitsdienste für Patienten, die sich selbst geschädigt haben, verbessert haben könnte, fügte sie hinzu.

Die vom National Institute for Health Research (NIHR) finanzierte Studie, die heute (Mittwoch, 20. November) in der BMJ Open veröffentlicht wurde, enthält die detailliertesten Informationen zu Diensten, die auf nationaler Ebene zur Verfügung stehen.

Professor Nav Kapur, leitender Autor der Studie und Vorsitzender der kürzlich veröffentlichten NICE-Richtlinie (National Institute for Health and Care Excellence), sagte: "Wir waren überrascht, dass trotz nationaler Richtlinien und politischer Initiativen das Management von Schaden in englischen Krankenhäusern ist so unterschiedlich wie eh und je.Dies ist wichtig, weil die Behandlung von Patienten, die ins Krankenhaus kommen, ihren Ausgang beeinflusst.

Professor Kapur, der auch ehrenamtlicher Berater in der Psychiatrie des Manchester Mental Health and Social Care Trust ist, fügte hinzu: "Es bleibt abzuwarten, wie sich die neueren Leitlinien und die damit verbundenen Qualitätsstandards für Selbstverletzungsdienste auf die Pflege auswirken werden. Menschen, die sich selbst verletzen, bekommen zunehmend die Einschätzung und Behandlung, die sie brauchen. "