Trotz der gemeldeten Abneigung machen ältere Leser weniger Anstrengungen, wenn sie E-Reader verwenden, finden Forscher

Anonim

Das Lesen von Text auf digitalen Geräten wie Tablet-Computern erfordert weniger Anstrengung von älteren Erwachsenen als das Lesen auf Papier, so eine Studie, die am 6. Februar in der Open-Access-Zeitschrift PLOS ONE von Matthias Schlesewsky und Kollegen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Zusammenarbeit mit Kollegen von Georg-August-Universität Göttingen und die Universität Marburg, Deutschland.

In der Vergangenheit haben Umfragen gezeigt, dass Menschen lieber Papierbücher als E-Reader oder Tablet-Computer lesen. Hier bewerteten die Autoren die Ursprünge dieser Präferenz in Bezug auf den neuralen Aufwand, der erforderlich ist, um die auf diesen drei verschiedenen Medien gelesenen Informationen zu verarbeiten. Sie stellten fest, dass sowohl junge als auch alte Erwachsene eine starke Präferenz für Papierbücher äußerten, aber wenn sie Augenbewegungen und Hirnaktivitätsmaße verglichen, erging es älteren Erwachsenen besser mit hinterleuchteten digitalen Lesegeräten wie Tablet-Computern.

Die Autoren haben zwei Parameter in den Lesegeräten gemessen: Zeit, die für die visuelle Fixierung benötigt wird, und EEG-Messungen der Gehirnaktivität mit den verschiedenen Lesegeräten, um die Menge an kognitiver Verarbeitung zu identifizieren, die für jedes Gerät erforderlich ist.

Die Forscher fanden heraus, dass jüngere Leser im Alter zwischen 21 und 34 Jahren ähnliche Augenbewegungen und EEG-Messungen der Gehirnaktivität über die drei Lesegeräte hinweg zeigten. Ältere Erwachsene im Alter von 60-77 Jahren verbrachten weniger Zeit mit der Fixierung des Textes und zeigten bei Verwendung eines Tablet-Computers im Vergleich zu anderen Medien eine geringere Gehirnaktivität. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass dieser Effekt wahrscheinlich auf eine bessere Textunterscheidung bei den hintergrundbeleuchteten Displays zurückzuführen ist. Keiner der Studienteilnehmer hatte Schwierigkeiten, zu verstehen, was sie auf einem der Geräte gelesen hatten, aber basierend auf den bewerteten physiologischen Messungen legen die Forscher nahe, dass ältere Leser von dem erhöhten Kontrast bei elektronischen Lesegeräten profitieren könnten.